Over du möchtest wissen, wie du Verzugszinsen korrekt berechnest, damit du deine Forderung durchsetzen kannst. Zuerst prüfe, ob der Schuldner sich im Verzug befindet: das ist der Fall, wenn eine fällige Forderung nicht beglichen wurde und entweder eine Mahnung erfolgt ist oder ein kalendermäßig bestimmter Zahlungstermin überschritten wurde.
Die übliche Berechnungsformel lautet: Verzugszinsen = Hauptforderung × (Zinssatz / 100) × (Tage / 365). Achte darauf, den korrekten Zinssatz zu verwenden: bei Rechtsgeschäften ohne Verbraucherbeteiligung beträgt der gesetzliche Verzugszinssatz grundsätzlich 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bei Geschäften mit Verbraucherbeteiligung 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Den aktuellen Basiszinssatz findest du bei der Deutschen Bundesbank.
Beispiel zur schnellen Orientierung: Hauptforderung 1.000 €, angenommener Zinssatz 9 % p.a., Verzug 30 Tage → Verzugszinsen = 1.000 × 0,09 × (30/365) ≈ 7,40 €. Notiere für deine Forderungsdurchsetzung immer Beginn und Ende des Verzugszeitraums sowie die genaue Hauptforderung, damit du den Anspruch lückenlos belegen kannst.
Wenn du die Forderung schriftlich geltend machst, sende eine klare Mahnung mit Rechnungsbetrag, Fälligkeitsdatum, Verzugsbeginn und der berechneten Summe. Bei Unsicherheit über den Zinssatz oder bei größeren Beträgen empfiehlt es sich, den Basiszinssatz zu prüfen oder rechtlichen Rat einzuholen, damit du deine Ansprüche vollständig und rechtssicher durchsetzt.

