Kunden geben oft Ausreden und bitten um Zahlungsaufschub, doch du kannst lernen, die Signale zu erkennen: wiederholte Versprechungen ohne Überweisungsnachweis, ständige Ausreden wie angebliche Bankprobleme oder kurzfristige Krankheitsberichte sind typische Taktiken, um Zeit zu gewinnen.
Beobachte, ob dein Kunde Ansprechpartner wechselt, Kontakt reduziert oder Termine immer wieder verschiebt – das sind klare Warnsignale. Wenn Ratenzahlungen vorgeschlagen werden, achte auf konkrete Ratenhöhe und Beginntermine; vage Angebote ohne schriftliche Fixierung deuten auf Verzögerungsabsicht hin.
Prüfe Unterlagen und Bankdaten: widersprüchliche Angaben, verzögerte Zusendung von Rechnungen oder Lieferscheinen sowie Ausreden für fehlende Dokumente sind oft ein Zeichen für Zahlungsverzug mit Absicht. Du solltest Bonitätsinformationen einholen und Referenzen prüfen, bevor du nachgiebig wirst.
Setze klare Regeln: schriftliche Vereinbarungen, feste Fristen und eine dokumentierte Kommunikation schützen deine Forderung. Nutze Mahnstufen mit klaren Terminen; reagiere auf ausbleibende Zahlungen zügig mit einer letzten Frist und ankündigtem Inkasso oder gerichtlichen Schritten, wenn notwendig.
Interpretiere Ratenangebote kritisch: sind sie realistisch und nachhaltig für your Unternehmen? Falls nicht, bestehe auf Sicherheit (z. B. Sicherungsübereignung) oder akzeptiere nur mit Vorauszahlung. Dokumentiere alles lückenlos: Gespräche, E‑Mails, Überweisungsbelege und Mahnungen – das erhöht deine Durchsetzungsfähigkeit.
Wenn du diese Muster erkennst und konsequent handelst, minimierst du Risiko und verhinderst, dass Kunden deine Zahlungsbereitschaft ausnutzen. Nutze präventive Maßnahmen und standardisierte Prozesse, damit du schneller zwischen echter Zahlungsunfähigkeit und bloßem Zeitgewinn unterscheiden kannst.

